
Auf Einladung des StuRa trafen sich gestern Abend Vertreterinnen und Vertreter von rund 20 Fachvereinen der Uni, um über den aktuellen Stand der Planung zur SUZ (Studierendenschaft der Universität Zürich) informiert zu werden. Der StuRa hat sich schon länger für eine Reform des derzeitigen StuRa-Modells eingesetzt und wollte nun von den Fachvereinen erfahren, ob und in welcher Form sie bereit sind, diese Reform mitzutragen und mitzugestalten.
Die StuRa-Präsidentin Gwendolyn Marx hatte ans Einladungsmail zum Anlass nicht weniger als fünf Attachements mit Informationen zur bisherigen SUZ-Planung im StuRa angehängt, was für den Anfang schon mal reichlich Stoff für Diskussionen hergab.
Dein Fachverein war natürlich auch dabei. Wir trafen uns schon früh am Nachmittag zur Besprechung der Unterlagen, um gut auf die wichtige Diskussion vorbereitet zu sein.

Wir vom Vorstand sind der Ansicht, dass eine selbständige verfasste Studierendenschaft erstrebenswert − und an anderen Universitäten der Schweiz Norm − ist. Die vorgelegte Planung erscheint uns zu kompliziert. Ausserdem führen die vorgeschlagenen Veto- und Auflösungs-Rechte in ihrer Summe möglicherweise schnell zu Blockaden und Entscheidungsunfähigkeit.
Der Anlass begann pünktlich c.t. mit einer kurzen Begrüssung durch die StuRa-Präsidentin. Danach präsentierte Martin Wasmer den Vorschlag der SUZ-Komission des StuRa, welche bereits erhebliche Energie in den zur Diskussion gestellten Vorschlag gesteckt hat.
In der darauf folgenden Diskussion stellte sich allerdings heraus, dass viele Fachvereine die Unterlagen zu diesem Vorschlag entweder nicht erhalten oder aber noch nicht angeschaut hatten. Trotzdem entwickelte sich im Verlauf des Abends eine angeregte Diskussion.

Die derzeitige Situation der Fachvereine ist äusserst unterschiedlich. Während die einen direkt auf der Fakultätsebene mit ihrem jeweiligen Dekan die Probleme der Studierenden ihres Fachs verhandeln können − z.B. die Fachvereine Jus, Oec und Informatik (ICU) − haben andere Fachvereine − namentlich an der Philosophischen Fakultät − bereits auf der Ebene Ihres Instituts Mühe, ein offenes Ohr für ihre Anliegen zu finden.
In einigen Fächern gibt es gar keine Fachvereine, in anderen leisten sie zentrale Aufgaben für ihre Studierenden (Betreuung von Studienanfängern, Skriptverkauf, Prüfungsvorbereitung, …).

Je nach Ausgestaltung der SUZ hätten einige Fachvereine zum ersten mal überhaupt Geld aus Mitgliederbeiträgen in der Kasse, während andere längst mit Sponsoring ihre Budgets aufbessern.
Aufgrund dieser unterschiedlichen Ausgangslage stellt sich die Frage nach den allfälligen Veränderungen, die eine SUZ mit sich bringen würde, für jeden Fachverein grundlegend neu.
Es kann deshalb als Erfolg des StuRa gewertet werden, dass sich in einer Konsultativabstimmung am Ende der Veranstaltung bis auf sehr wenige Unentschlossene alle Vertreterinnen und Vertreter der anwesenden Fachvereine dafür aussprachen, das gemeinsame Ziel einer SUZ zu verfolgen.
Wie die Beteiligung der Fachvereine an der SUZ aussehen könnte, wird eine neu gegründete Arbeitsgruppe der Fachvereine zusammen mit der bisherigen SUZ-Arbeitsgruppe des StuRas diskutieren. Für den Fachverein Geschichte nehmen darin Beat Fehr und Manuel Zürcher Einsitz.
Einige Links zum Thema SUZ: