Die konkreten Planungen für die Durchführung des DeLFI-Workshops „VIRTUELLE WELTEN – 3D-Seminar- und Tagungsorte als internationale und hochschulübergreifende E-Learning-Architekturen” am 14. September in Berlin haben begonnen.
Das Thema greift einen der derzeitigen Trends auf: 3D boomt und auch die Akzeptanz virtueller Welten nimmt weiter zu. Im zweiten Quartal 2009 stieg die Zahl der registrierten Nutzerinnen und Nutzer virtueller Welten gegenüber dem ersten Quartal um knapp 40 Prozent auf 579 Millionen. Die Verwendung eines virtuellen Stellvertreters in einem 3D-Raum wird sicherlich wie E-Mail in einigen Jahren zur Selbstverständlichkeit werden.
Viele englischsprachige und einige deutschsprachige Universitäten oder Institutionen sammeln bereits zahlreiche Erfahrungen in virtuellem Umgebungen und entwickeln basierend darauf Lehr-/Lernräume und -szenarien. Bei der Konzeptionisierung solcher Arrangements richtet sich der Blick weit mehr als bisher auf die Lernraum-Gestaltung.
In diesem Sinne setzen sich die drei geladenen Workshopakteure mit unterschiedlichen Konstruktionen und Gestaltungsvarianten von 3D-Lehr/-Lernumgebungen auseinander.
Jörg Heeren von der Universität Bielefeld stellt in seinem Beitrag zum didaktischen Einsatz und Nutzen für Großgruppen die Bedeutung des dem realen Leben angelehnten Aufbaus von 3D-Umgebungen dar. Die vielfältigen Erfahrungen, die in dem Projekt „E-Learning 3D“ (EL3) gemacht werden konnten, werden im Workshop erlebbar.
Katrin Biebighäuser vom Zentrum für Medien und Interaktivität (ZMI) der Justus-Liebig-Universität Gießen wird zeigen, wie Second Life als Kooperationsplattform von studentischen Fremdsprachen-Lernenden und angehenden Fremdsprachen-Lehrenden genutzt werden kann. Darüber hinaus erläutert sie unter anderem den Mehrwert von realitätsnahen Orten.
Jutta Dierberg ist eine selbstständige E-Moderatorin, die in Second Life Workshops anbietet. Sie nimmt damit eine weitere Perspektive ein, indem sie die Besonderheiten und Gestaltungsmöglichkeiten einer virtuellen Umgebung für den Zweck von optischen, akustischen und rhythmischen Erlebnislernen nutzt. Der 3D-Raum bietet ihrer Ansicht nach einen qualitativ anderen Reflexionsraum für Prozesse des realen Lebens.
Die Nutzung von 3D-Umgebungen als Seminar- und Tagungsort steht somit im Zentrum des gesamten Workshopthemas. Die Entwicklung von Lernszenarien, die in 3D-Räumen stattfinden, stehen noch Anfang der Entwicklung. Damit die Einschätzung des Mehrwertes und die Analyse dieser Umgebungen von Beginn an aus didaktischer Perspektive professionell geführt werden kann, richtet sich der Workshop an Teilnehmende, die sich dem Lehren und Lernen in 3D-Räumen zuwenden oder zuwenden möchten.
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